{"id":24512,"date":"2026-02-25T16:09:57","date_gmt":"2026-02-25T15:09:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/?page_id=24512"},"modified":"2026-05-08T14:51:47","modified_gmt":"2026-05-08T12:51:47","slug":"esg-berichtspflichten-verschlanken-buerokratie-abbauen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/de\/esg-berichtspflichten-verschlanken-buerokratie-abbauen\/","title":{"rendered":"ESG Berichtspflichten verschlanken & B\u00fcrokratie abbauen"},"content":{"rendered":"\n

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Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) soll Kapitalfl\u00fcsse in Richtung nachhaltiger Investitionen umlenken. Bisherige Forschung des TRR 266 Accounting for Transparency hat jedoch gezeigt, dass die Regulierung teilweise kontraproduktiv wirkt, da Ressourcen von realen Nachhaltigkeitsprojekten in reine Berichterstattung umgelenkt werden. Um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Unternehmen zu sichern, sollten Regulierer daher die aktuellen Berichtspflichten verschlanken und zielgerichtet B\u00fcrokratie abbauen. Unsere Forschung schafft Klarheit im Regulierungsumfeld und liefert datengest\u00fctzte Impulse f\u00fcr unternehmerische und politische Entscheidungsprozesse. Wir analysieren, in welchen Bereichen der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu viel B\u00fcrokratie herrscht, wie sich dies auf unternehmerische Entscheidungen auswirkt und was Regulierer tun k\u00f6nnen, um die CSRD zu verbessern. <\/em><\/p>\n\n\n\n

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Unternehmen fordern B\u00fcrokratieabbau<\/h3>\n\n\n\n

Die zunehmenden Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung stellen Unternehmen in Europa vor gro\u00dfe Herausforderungen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beklagen sich \u00fcber die Vielzahl an Berichtspflichten und die hoch komplexen Vorgaben. Das hat nun auch die Politik anerkannt. Um dem entgegenzuwirken, hat die EU-Kommission im November 2024 das sogenannte \u201eOmnibus<\/a>\u201c-Gesetz angek\u00fcndigt, das die Berichtspflichten zur CSRD, CSDDD und EU-Taxonomie um mindestens 25 Prozent reduzieren soll, f\u00fcr KMU sogar um bis zu 35 Prozent \u2013 mit dem Ziel, B\u00fcrokratie abzubauen und die KMUs sp\u00fcrbar zu entlasten. Konkrete Verbesserungsma\u00dfnahmen sind, dass Unternehmen mit weniger als 1000 Mitarbeitenden von der Berichtspflicht befreit werden. Das w\u00fcrde 80 Prozent der Unternehmen treffen, die bisher verpflichtet waren, zu berichten. F\u00fcr andere Unternehmen verschiebt sich die Berichtspflicht um 2 Jahre. Das Gesetz reagiert damit auf die zunehmend negative Wahrnehmung der Berichtspflichten<\/a>: 67,6\u202fProzent der Unternehmen in Deutschland bewerten die CSRD mittlerweile negativ, vor allem wegen ihrer Komplexit\u00e4t (60,4\u202fProzent) und der hohen Kosten (56,4\u202fProzent).<\/p>\n\n\n\n

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Aber welche spezifischen Berichtspflichten tragen besonders zur B\u00fcrokratiebelastung bei und in welchen Prozessen entsteht B\u00fcrokratie im Rahmen von Nachhaltigkeitsberichterstattung?<\/em> Welche Unternehmen sind besonders betroffen und wie beeinflusst B\u00fcrokratie unternehmerische Entscheidungen?<\/em><\/p>\n\n\n\n

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Daten des German Business Panel<\/a> geben dar\u00fcber Aufschluss:<\/p>\n\n\n\n

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Wo entsteht B\u00fcrokratie?<\/h3>\n\n\n\n

Besonders problematisch empfinden die Betriebe dabei die Dokumentationspflichten entlang der Lieferketten, die von rund einem Drittel (34,3 Prozent) der Unternehmen als erhebliche Belastung bezeichnet werden. Auch die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten nach CSRD\/ESRS wird von jedem f\u00fcnften Unternehmen (20,4 Prozent) als b\u00fcrokratisch empfunden. Weitere Treiber sind Vorgaben zur Digitalisierung von Berichten sowie die Anforderungen aus der EU-Taxonomie. <\/p>\n\n\n\n

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Die Entstehung von B\u00fcrokratie im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung l\u00e4sst sich in zwei Dimensionen unterscheiden: Einerseits durch die Inhalte der gesetzlichen Regelungen (wie detaillierte Offenlegungs- und Dokumentationsstandards), andererseits durch die Interaktion mit den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden. Unternehmen ohne eigene Nachhaltigkeitsberichterstattung f\u00fchren ihre Belastung h\u00e4ufiger auf den b\u00fcrokratischen Umgang mit Beh\u00f6rden zur\u00fcck. Dagegen sehen freiwillig berichtende Unternehmen die Hauptlast in den Vorschriften selbst. <\/p>\n\n\n\n

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Welche Unternehmen sind besonders betroffen?<\/h3>\n\n\n\n

Die Wahrnehmung der B\u00fcrokratiebelastung ist nicht bei allen Unternehmen gleich stark ausgepr\u00e4gt. Am h\u00e4ufigsten klagen freiwillige Anwender der Nachhaltigkeitsberichterstattung, die zus\u00e4tzlich eine nachhaltige Unternehmensstrategie verfolgen. Hier empfinden 64,3 Prozent der Betriebe die Berichtspflichten als \u00fcberm\u00e4\u00dfig b\u00fcrokratisch. Auch bei Unternehmen, die verpflichtend unter die CSRD oder das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) fallen, ist die Belastung sp\u00fcrbar \u2013 besonders dann, wenn ESG-Kennzahlen auch intern f\u00fcr die Unternehmenssteuerung genutzt werden. Auff\u00e4llig ist zudem, dass selbst Unternehmen ohne direkte Berichtspflicht teilweise B\u00fcrokratie beklagen, da sie Informationen an Kunden oder Lieferanten weitergeben m\u00fcssen. Zudem sind oft kleinere und mittlere Unternehmen besonders belastet, weil sie nicht \u00fcber Ressourcen und Fachwissen verf\u00fcgen, um ESG-Anforderungen effizient umzusetzen. <\/p>\n\n\n\n

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Gravierende Folgen f\u00fcr Investitionen<\/h3>\n\n\n\n

Die Folgen f\u00fcr unternehmerische Entscheidungen sind gravierend. Mehr als die H\u00e4lfte der Unternehmen (54,1 Prozent) hat aufgrund der B\u00fcrokratielast geplante Investitionen verschoben. Knapp 41 Prozent setzten Produktneuentwicklungen aus, 39 Prozent verzichteten auf ausl\u00e4ndische Gesch\u00e4ftsbeziehungen und 28 Prozent verlagerten Projekte ins Ausland. Besonders betroffen sind Unternehmen, die die CSRD als Belastung empfinden: Hier stieg der Anteil nicht umgesetzter Investitionen sogar auf 60 Prozent. Damit wird deutlich, dass die Berichtspflichten nicht nur erhebliche personelle und finanzielle Kapazit\u00e4ten beanspruchen, sondern auch unternehmerische Innovations- und Wachstumsentscheidungen negativ beeinflussen. B\u00fcrokratie in der Nachhaltigkeitsberichterstattung kann somit unbeabsichtigt die eigentlichen Ziele \u2013 mehr Nachhaltigkeit und Wettbewerbsf\u00e4higkeit \u2013 ausbremsen. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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Zum Report:<\/strong><\/p>\n\n\n

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GBP-Monitor: Unternehmenstrends im Januar 2025<\/a><\/h3>\n
\n \n 2025<\/span>\n Report<\/span>\n <\/small>\n
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Kontakt zum German Business Panel:<\/strong><\/p>\n\n\n

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\n Jannis Bischof<\/span>\n
\n University of Mannheim<\/span>\n
\n Principal Investigator<\/strong><\/span>\n \n \n \n A09<\/span>\n <\/a>\n \n \n A11<\/span>\n <\/a>\n \n \n C01<\/span>\n <\/a>\n <\/span>\n \n \n Write email<\/a>\n \n <\/use>\n <\/svg>\n <\/span>\n \n Website aufrufen<\/a>\n \n <\/use>\n <\/svg>\n <\/span>\n <\/span>\n <\/p>\n \n \n \n \n \n \n \n

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\n Philipp D\u00f6rrenberg<\/span>\n
\n University of Mannheim<\/span>\n
\n Principal Investigator<\/strong><\/span>\n \n \n
\n A11<\/span>\n <\/a>\n \n \n C01<\/span>\n <\/a>\n <\/span>\n \n \n Write email<\/a>\n \n <\/use>\n <\/svg>\n <\/span>\n \n Website aufrufen<\/a>\n \n <\/use>\n <\/svg>\n <\/span>\n <\/span>\n <\/p>\n \n \n \n \n \n \n \n

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\n Davud Rostam-Afschar<\/span>\n
\n University of Mannheim<\/span>\n
\n Principal Investigator<\/strong><\/span>\n \n \n
\n C01<\/span>\n <\/a>\n <\/span>\n \n \n Write email<\/a>\n \n <\/use>\n <\/svg>\n <\/span>\n \n Website aufrufen<\/a>\n \n <\/use>\n <\/svg>\n <\/span>\n <\/span>\n <\/p>\n \n \n \n \n \n \n \n

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\n Dirk Simons<\/span>\n
\n University of Mannheim<\/span>\n
\n Local Spokesperson Mannheim<\/strong><\/span>\n \n \n
\n A06<\/span>\n <\/a>\n \n \n B06<\/span>\n <\/a>\n \n \n C01<\/span>\n <\/a>\n <\/span>\n \n \n Write email<\/a>\n \n <\/use>\n <\/svg>\n <\/span>\n \n Website aufrufen<\/a>\n \n <\/use>\n <\/svg>\n <\/span>\n <\/span>\n <\/p>\n \n \n \n \n \n \n \n

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\n Johannes Voget<\/span>\n
\n University of Mannheim<\/span>\n
\n Principal Investigator<\/strong><\/span>\n \n \n
\n A05<\/span>\n <\/a>\n \n \n A11<\/span>\n <\/a>\n \n \n B07<\/span>\n <\/a>\n \n \n C01<\/span>\n <\/a>\n <\/span>\n \n \n Write email<\/a>\n \n <\/use>\n <\/svg>\n <\/span>\n \n Website aufrufen<\/a>\n \n <\/use>\n <\/svg>\n <\/span>\n <\/span>\n <\/p>\n \n \n \n \n \n \n \n

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