{"id":25056,"date":"2026-02-25T16:22:36","date_gmt":"2026-02-25T15:22:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/?page_id=25056"},"modified":"2026-03-09T10:07:15","modified_gmt":"2026-03-09T09:07:15","slug":"wie-wirken-esg-berichtspflichten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/de\/wie-wirken-esg-berichtspflichten\/","title":{"rendered":"Wie wirken ESG-Berichtspflichten?"},"content":{"rendered":"\n

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Berichtspflichten sollen nicht nur Transparenz schaffen und bessere Entscheidungen erm\u00f6glichen. Sie sollen Unternehmen auch nachhaltiger machen. Sozial und \u00f6kologisch. Doch k\u00f6nnen sie halten, was sie versprechen? Passen Unternehmen durch regulatorischen Druck ihr Verhalten an? Und welche Wirkungen und Nebenwirkungen entfalten sie dar\u00fcber hinaus? Diesen Fragen gehen die Forschenden des TRR 266 nach. <\/em><\/p>\n\n\n\n

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Werden Unternehmen nachhaltiger?<\/h2>\n<\/div>\n\n\n\n
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Ver\u00e4ndern Unternehmen ihr Verhalten, wenn sie offenlegen m\u00fcssen, wie sie mit Mitarbeitenden umgehen oder wie stark sie von Klimafolgen betroffen sind? Werden Unternehmen sozial und \u00f6kologisch nachhaltiger? Studien zeigen, welche Wirkung soziale und \u00f6kologische Berichtspflichten tats\u00e4chlich entfalten \u2013 und wo ihre Grenzen liegen. <\/em><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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Soziale Kennzahlen auf dem Pr\u00fcfstand: Was verpflichtende ESG-Berichterstattung wirklich leisten kann<\/h3>\n\n\n\n

Ob faire Arbeitsbedingungen, Sicherheit am Arbeitsplatz oder Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten \u2013 soziale Nachhaltigkeit ist l\u00e4ngst ein Wettbewerbsfaktor. Insbesondere in Zeiten des Fachkr\u00e4ftemangels.
Eine transparente Berichterstattung dar\u00fcber, wie verantwortungsvoll ein Unternehmen mit seinen Mitarbeitenden umgeht, ist f\u00fcr Bewerber, Investoren und viele andere Stakeholder besonders relevant. Doch f\u00fchrt eine verpflichtende Berichterstattung auch dazu, dass Unternehmen ihre sozialen Standards verbessern? <\/em>
Antwort darauf gibt eine aktuelle Studie.<\/em><\/a> Sie beleuchtet, wie sich verpflichtende soziale Nachhaltigkeitsberichte auf die Unternehmenspraxis und den wirtschaftlichen Erfolg auswirken. <\/em><\/em><\/p>\n\n\n\n

Die Studie macht deutlich: Berichtspflichten zur sozialen Nachhaltigkeit wirken. Europ\u00e4ische Unternehmen, die nach der Non-Financial Reporting Directive (NFRD)<\/a> berichten, haben ihre Arbeitsbedingungen im Vergleich zu US-Unternehmen, die nicht unter diese Berichtspflicht fallen, signifikant verbessert. Das zahlt sich auch finanziell f\u00fcr die Unternehmen aus. <\/p>\n\n\n\n

Welche sozialen Kennzahlen konkret f\u00fcr den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen relevant sind und welche nicht, untersucht die Studie anhand von Nachhaltigkeitsinformationen europ\u00e4ischer Unternehmen im Zeitraum von 2013 bis 2020. Die Ergebnisse erlauben R\u00fcckschl\u00fcsse darauf, welche sozialen Kennzahlen im Rahmen der neuen European Sustainability Reporting Standards (ESRS) k\u00fcnftig besonders relevant sein d\u00fcrften. Diese verbindlichen Berichtsstandards werden seit 2024 schrittweise im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) eingef\u00fchrt und ersetzen die NFRD.

Das Ergebnis: Nur ein Teil der sozialen Kennzahlen, die die ESRS vorsieht, sind finanziell relevant. W\u00e4hrend etwa der Anteil weiblicher Besch\u00e4ftigter und F\u00fchrungskr\u00e4fte, die Mitarbeiterfluktuation sowie L\u00f6hne und Geh\u00e4lter mit dem Unternehmenserfolg korrelieren, haben andere wie der Gender Pay Gap, Gewerkschaftsvertretung oder Todesf\u00e4lle von Mitarbeitenden kaum Einfluss auf die finanzielle Performance eines Unternehmens. Umgekehrt fehlen im aktuellen Entwurf der ESRS zentrale Kennzahlen wie die Mitarbeiterzufriedenheit, die unfreiwillige Mitarbeiterfluktuation oder das Spendenvolumen, obwohl sie eng mit dem wirtschaftlichen Erfolg verkn\u00fcpft sind.

Hinweise f\u00fcr Regulierer<\/strong>
Regulierer sollten die empirischen Erkenntnisse \u00fcber Wirksamkeit und wirtschaftliche Relevanz einzelner Indikatoren nutzen, um wirkungsorientierter zu regulieren. Ein \u00fcberladener Katalog von KPIs ist ineffizient und verw\u00e4ssert die Wirkung. Die wirtschaftliche Relevanz der Kennzahlen ist wichtig, um die Legitimit\u00e4t und Akzeptanz von Berichterstattungspflichten insbesondere gegen\u00fcber kapitalmarktorientierten Akteuren zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n



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Zur Studie:<\/strong><\/p>\n\n\n

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No. 184: Social Sustainability Standards Revisited<\/a><\/h3>\n
\n \n 2023<\/span>\n Working Paper<\/span>\n <\/small>\n
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Kontakt zu den Forschenden:<\/strong><\/p>\n\n\n

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\n Anna Rohlfing-Bastian<\/span>\n
\n Goethe University Frankfurt<\/span>\n
\n Local Spokesperson Goethe University<\/strong><\/span>\n \n \n \n A02<\/span>\n <\/a>\n \n \n A04<\/span>\n <\/a>\n <\/span>\n \n \n Write email<\/a>\n \n <\/use>\n <\/svg>\n <\/span>\n \n Website aufrufen<\/a>\n \n <\/use>\n <\/svg>\n <\/span>\n <\/span>\n <\/p>\n \n \n \n \n \n \n \n

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\n Erika Bognar<\/span>\n
\n Goethe University Frankfurt<\/span>\n
\n PhD Student<\/strong><\/span>\n \n \n
\n A02<\/span>\n <\/a>\n <\/span>\n \n \n Write email<\/a>\n \n <\/use>\n <\/svg>\n <\/span>\n <\/span>\n <\/p>\n \n \n \n \n \n \n \n

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