{"id":3674,"date":"2020-09-28T14:55:34","date_gmt":"2020-09-28T12:55:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/?p=3674"},"modified":"2026-05-25T17:08:17","modified_gmt":"2026-05-25T15:08:17","slug":"pilotstudie-des-german-business-panels-auswirkungen-der-corona-hilfe-auf-unternehmen-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/de\/pilotstudie-des-german-business-panels-auswirkungen-der-corona-hilfe-auf-unternehmen-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Pilotstudie des German Business Panels: Auswirkungen der Corona-Hilfe auf Unternehmen in Deutschland"},"content":{"rendered":"
Wie wurden Unternehmen von der Corona-Krise getroffen? Ist die Unterst\u00fctzung der Bundesregierung wirksam? Das German Business Panel f\u00fchrte k\u00fcrzlich eine Pilotstudie durch und erhielt Antworten von mehr als 9.500 Unternehmen zur Wirksamkeit des Corona-Schutzschilds sowie des Konjunkturprogramms in Deutschland. Die Umfrage zeigt, dass die Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung die Unternehmen erreicht, die sie ben\u00f6tigen. Dennoch m\u00fcssen Unternehmen zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen ergreifen, um die Mehrbelastung durch die Corona-Krise zu decken.<\/span><\/p>\n Die Bundesregierung begegnete den Herausforderungen der Corona-Krise mit einem beispiellosen Konjunkturprogramm im Gesamtumfang von 130 Milliarden Euro. Doch wie kamen die Ma\u00dfnahmen bei den einzelnen Unternehmen an? Welche Ma\u00dfnahmen wurden besonders stark beansprucht, welche verfehlten ihre Wirkung? Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Ergebnisse unserer Umfrage vor.<\/p>\n Zwei Drittel der Unternehmen gaben an, staatliche Hilfe beantragt zu haben. Jedes zweite dieser Unternehmen gab an, dass es die Krise ohne Hilfe vom Staat nicht \u00fcberstanden h\u00e4tte. Branchen, deren Gewinn st\u00e4rker durch die Krise betroffen ist, nehmen Staatshilfen eher in Anspruch. Dazu geh\u00f6ren die Reisebranche, Gastronomie und Getr\u00e4nkehersteller sowie Dienstleistungen in den Bereichen Sport, Unterhaltung sowie Erholung und kreative, k\u00fcnstlerische und unterhaltende T\u00e4tigkeiten.<\/p>\n Unsere Daten zeigen, dass die Soforthilfe am h\u00e4ufigsten in Anspruch genommen wurde. Diese Hilfe wurde als steuerbarer, nicht r\u00fcckzahlungspflichtiger Zuschuss zur Deckung betrieblicher Sachausgaben (z.B. Mieten, Kredite f\u00fcr Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume oder Leasingraten) in H\u00f6he von 9.000 Euro beziehungsweise 15.000 Euro f\u00fcr einen Zeitraum von drei Monaten gew\u00e4hrt. Sie gew\u00e4hrleistet die kurzfristige Liquidit\u00e4t von anspruchsberechtigten Unternehmen, die sich die Corona-Krise in wirtschaftliche Not geraten waren, aber sich nicht schon vor der aktuellen Krise in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden haben. Am zweith\u00e4ufigsten wurden das Kurzarbeitergeld zur Senkung der Arbeitskosten und die Stundung der im Jahr 2020 f\u00e4lligen Steuerschuld aus Einkommen-, K\u00f6rperschaft sowie Umsatzsteuer genutzt.<\/p>\nStaatshilfe<\/h3>\n