{"id":6410,"date":"2021-08-16T10:00:36","date_gmt":"2021-08-16T08:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/?p=6410"},"modified":"2025-06-23T10:15:26","modified_gmt":"2025-06-23T08:15:26","slug":"vermoegensteuer-fluch-oder-segen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/de\/vermoegensteuer-fluch-oder-segen\/","title":{"rendered":"Verm\u00f6gensteuer: Fluch oder Segen?"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"c-txt--lead-serif\">Von den einen gefordert, von den anderen kritisiert: Die Einf\u00fchrung einer Verm\u00f6gensteuer ist gerade jetzt vor der Bundestagswahl ein viel diskutiertes Thema. W\u00e4hrend sie f\u00fcr ihre Bef\u00fcrworter ein probates Mittel ist, um Corona-Schulden zu finanzieren und eine gerechtere Verteilung von Verm\u00f6gen zu erm\u00f6glichen, warnen Gegner vor ihren negativen \u00f6konomischen Effekten. Die TRR 266-Forschenden Ralf Maiterth und Caren Sureth-Sloane haben sich die \u00f6konomischen Wirkungen einer j\u00e4hrlichen Verm\u00f6gensteuer genauer angeschaut und untersucht, wie sich die Steuer in einem Niedrigzinsumfeld, wie wir es zurzeit vorfinden, auf Unternehmen auswirkt.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Tag der Bundestagswahl r\u00fcckt immer n\u00e4her und der Wahlkampf ist bereits im vollen Gange. Seit Mai sind die ersten Wahlprogramme ver\u00f6ffentlicht. Darin trifft man immer wieder auf eine alte Bekannte: die Verm\u00f6gensteuer, die in Deutschland 1996 abgeschafft wurde. Die SPD will sie, die Gr\u00fcnen wollen sie und die Linkspartei will sie ebenfalls einf\u00fchren. Das Hauptargument f\u00fcr die Verm\u00f6gensteuer: Eine gerechtere Verteilung von Verm\u00f6gen und finanziellen Lasten. Eine Umfrage des ARD-Deutschlandtrends (2019) zeigt: 72 Prozent der Befragten w\u00fcrden die Einf\u00fchrung einer solchen Steuer bef\u00fcrworten. Auch Teile der Wissenschaft sprechen sich zunehmend f\u00fcr eine Verm\u00f6gensteuer aus. Denn die Verm\u00f6gensungleichheit hat im Zeitverlauf deutlich zugenommen. Zudem ist die Schere, die sich hier auftut, wesentlich gr\u00f6\u00dfer als die Schere zwischen Gering- und Topverdienern.<\/p>\n<p>Gegner einer Verm\u00f6gensteuer bef\u00fcrchten hingegen negative \u00f6konomische Wirkungen. Sie warnen insbesondere vor einem Substanzverzehr und einer Schw\u00e4chung der Wirtschaft. Wir haben uns die \u00f6konomischen Effekte einer Verm\u00f6gensteuer daher einmal genauer angeschaut. Wir beleuchten dabei einen Aspekt, der bislang nicht hinreichend adressiert wurde: Die Wirkung einer j\u00e4hrlichen Verm\u00f6gensteuer in einem Niedrigzinsumfeld, wie es gegenw\u00e4rtig anzutreffen ist. Welche steuerliche Zusatzbelastung geht von einer Verm\u00f6gensteuer aus und wie beeinflusst sie die Nettorendite von Realinvestitionen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Hohe Steuerbelastung f\u00fcr Unternehmen<\/strong><\/h3>\n<p>Wir haben die Grenzsteuerbelastungen von Unternehmen f\u00fcr unterschiedliche Szenarien und f\u00fcr die Steuers\u00e4tze (1 %, 2 % und 3 %), die in den aktuellen Parteiprogrammen ins Spiel gebracht wurden, errechnet. Dabei haben wir die Verm\u00f6gensteuer nicht isoliert, sondern auch im Zusammenspiel mit den Ertragsteuern betrachtet. Dabei wurde von einem Personenunternehmen mit einem 45 Prozent Einkommensteuersatz und einem Gewerbesteuerhebesatz i.H.v. 400 Prozent ausgegangen. F\u00fcr alle Szenarien ergibt sich ein \u00e4hnliches Bild. Die Gesamtsteuerbelastung aus Ertrag- und Verm\u00f6gensteuer ist erheblich. Insbesondere bei h\u00f6heren Steuers\u00e4tzen (2 % und 5 %) und niedrigen Renditen, die in einer Niedrigzinsphase die Regel sind. In einigen F\u00e4llen reichen die erwirtschafteten Ertr\u00e4ge nicht mehr aus, um die Steuern zu bezahlen. Stattdessen muss daf\u00fcr die Verm\u00f6genssubstanz herangezogen werden. Das gilt insbesondere f\u00fcr eine Verm\u00f6gensteuer in H\u00f6he von 5 Prozent. Selbst bei hohen Renditen wird bei einer 5-prozentigen Verm\u00f6gensteuer nahezu alles wegbesteuert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><em>Bei Verm\u00f6genssteuersatz von 5% droht Substanzbesteuerung<\/em><\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" id=\"datawrapper-chart-wxB31\" style=\"width: 0; min-width: 100% !important; border: none;\" title=\"Bei Verm\u00f6gensteuersatz von 5 % droht Substanzbesteuerung \" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/wxB31\/15\/\" width=\"650\" height=\"610\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" aria-label=\"Interactive line chart\"><\/iframe><script type=\"text\/javascript\">!function(){\"use strict\";window.addEventListener(\"message\",(function(e){if(void 0!==e.data[\"datawrapper-height\"]){var t=document.querySelectorAll(\"iframe\");for(var a in e.data[\"datawrapper-height\"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data[\"datawrapper-height\"][a]+\"px\"}}}))}();\n<\/script><script type=\"text\/javascript\">!function(){\"use strict\";window.addEventListener(\"message\",(function(e){if(void 0!==e.data[\"datawrapper-height\"]){var t=document.querySelectorAll(\"iframe\");for(var a in e.data[\"datawrapper-height\"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data[\"datawrapper-height\"][a]+\"px\"}}}))}();\n<\/script><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Unternehmen: Substanzverzehr bei niedrigen Renditen<\/strong><\/h3>\n<p>Damit \u00fcberhaupt eine Rendite nach Abzug der Steuern verbleibt, m\u00fcsste die Vorsteuerrendite bei einem Steuersatz von 5, 2 bzw. 1 Prozent bei \u00fcber 9,4 bzw. 3,8 und 1,9 Prozent liegen. Das sind in Anbetracht des derzeitigen Niedrigzinsumfeldes nicht unerhebliche Betr\u00e4ge, die viele Unternehmen vermutlich nicht erwirtschaften k\u00f6nnen. Rechnet man zudem die von der EZB angestrebte Inflationsrate von 2 Prozent mit ein, steigen die erforderlichen Vorsteuerrenditen noch einmal erheblich auf \u00fcber 13,3 Prozent (bei 5 %), 7,5 Prozent (bei 2 %) und 5,6 Prozent (bei 1 %).<\/p>\n<p>Das bedeutet also, dass insbesondere in Krisenzeiten mit niedrigen Renditen, z. B. unter 5 Prozent, eine Verm\u00f6gensteuer eine zukunftssichernde Real-Eigenkapitalerhaltung oder gar -bildung verhindert. Das wiederum belastet auch Investitionsspielr\u00e4ume schwer. Um diese negativen \u00f6konomischen Folgen abzumildern, m\u00fcsste man bei der Einf\u00fchrung einer Verm\u00f6gensteuer dar\u00fcber nachdenken, Betriebsverm\u00f6gen zumindest teilweise von dieser Steuer freizustellen. Da allerdings gro\u00dfe Verm\u00f6gen meist unternehmerische Verm\u00f6gen sind, w\u00fcrde auf diese Weise ein deutlich geringeres Steueraufkommen erzielt, als urspr\u00fcnglich von den Parteien anvisiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><em>Negative Realverzinsung selbst bei niedrigem Verm\u00f6gensteuersatz<br \/>\nund hoher Vorsteuerrendite<\/em><\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" id=\"datawrapper-chart-PvsM2\" style=\"width: 0; min-width: 100% !important; border: none;\" title=\" \" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/PvsM2\/8\/\" width=\"680\" height=\"610\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" aria-label=\"Interactive line chart\"><\/iframe><script type=\"text\/javascript\">!function(){\"use strict\";window.addEventListener(\"message\",(function(e){if(void 0!==e.data[\"datawrapper-height\"]){var t=document.querySelectorAll(\"iframe\");for(var a in e.data[\"datawrapper-height\"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data[\"datawrapper-height\"][a]+\"px\"}}}))}();\n<\/script><\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Aktien: negative Nettorenditen bei hohen Steuers\u00e4tzen<\/strong><\/h3>\n<p>Da festverzinsliche Wertpapiere wie Staatsanleihen bereits seit einiger Zeit extrem niedrige Renditen abwerfen, erfreuen sich Aktien immer gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit. Wir haben daher einmal geschaut, ob sich eine Investition in Aktien in Zeiten einer Niedrigzinspolitik nach Einf\u00fchrung einer Verm\u00f6gensteuer \u00fcberhaupt noch lohnt. Wir haben untersucht, welcher Netto-Cashflow aus einem gleich gewichteten DAX 30-Portfolio verbleiben w\u00fcrde \u2013 und ob die R\u00fcckfl\u00fcsse nach Steuern ausreichen, um die j\u00e4hrliche Steuerbelastung zu tragen. Die Ergebnisse lassen aufhorchen: Nur bei einer 1-prozentigen Verm\u00f6gensteuer w\u00fcrde noch eine geringe Dividendenrendite nach Steuern verbleiben. F\u00fcr die beiden h\u00f6heren Steuers\u00e4tze m\u00fcssten zus\u00e4tzlich Mittel aus anderen Quellen aufgewendet werden, um die Steuern zu bezahlen. Etwas positiver sieht es mit Blick auf die Gewinnrendite aus. Zumindest bei einer 1- und 2-prozentigen Verm\u00f6gensteuer w\u00fcrde eine \u2013 wenn auch niedrige \u2013 Netto-Gewinnrendite verbleiben. Bei einem 5-prozentigen Steuersatz hingegen w\u00fcrde eine negative Nettorendite anfallen, die Geldanlage w\u00fcrde also Verluste einfahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><em>Negative Nettodividendenrendite bei hohen Verm\u00f6gensteuers\u00e4tzen<\/em><\/strong><\/p>\n<p><iframe id=\"datawrapper-chart-cSayC\" style=\"width: 0; min-width: 100% !important; border: none;\" title=\"Negative Nettodividendenrenditen bei hohen Verm\u00f6gensteuers\u00e4tzen\" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/cSayC\/4\/\" height=\"684\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" aria-label=\"Grouped Column Chart\"><\/iframe><script type=\"text\/javascript\">!function(){\"use strict\";window.addEventListener(\"message\",(function(e){if(void 0!==e.data[\"datawrapper-height\"]){var t=document.querySelectorAll(\"iframe\");for(var a in e.data[\"datawrapper-height\"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data[\"datawrapper-height\"][a]+\"px\"}}}))}();\n<\/script><script type=\"text\/javascript\">!function(){\"use strict\";window.addEventListener(\"message\",(function(e){if(void 0!==e.data[\"datawrapper-height\"]){var t=document.querySelectorAll(\"iframe\");for(var a in e.data[\"datawrapper-height\"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data[\"datawrapper-height\"][a]+\"px\"}}}))}();\n<\/script><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Immobilien: Mieteinnahmen reichen nicht aus, um Steuerschuld zu begleichen<\/strong><\/h3>\n<p>Auch f\u00fcr Immobilienbesitzer w\u00fcrde sich eine Verm\u00f6gensteuer als Belastung erweisen. Bereits bei einem Verm\u00f6gensteuersatz von 1 Prozent bleiben \u2013 abh\u00e4ngig von der Region \u2013 nur noch Nettomieten zwischen 1.21 Euro\/qm und 2,13 Euro\/qm. Wenn man bedenkt, dass von den Mieteinnahmen noch Verwaltungskosten und Instandhaltungsaufwendungen getragen werden m\u00fcssen, wird klar, dass nahezu kein Nettomietertrag verbleibt. Bei Verm\u00f6gensteuers\u00e4tzen von 2 und 5 Prozent m\u00fcssten Immobilieneigent\u00fcmer in praktisch allen F\u00e4llen sogar noch zus\u00e4tzlich Geld aufbringen, um neben diesen Kosten auch noch die Steuerbelastung tragen zu k\u00f6nnen. Modernisierungsma\u00dfnahmen m\u00fcssten in nahezu allen Verm\u00f6gensteuerszenarien aus anderen Bereichen finanziert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><em>Geringe Nettomieteinnahmen selbst bei niedrigen Steuers\u00e4tzen<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><iframe id=\"datawrapper-chart-Wfevd\" style=\"width: 0; min-width: 100% !important; border: none;\" title=\"Geringe Nettomieteinnahmen selbst bei niedrigen Steuers\u00e4tzen\" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/Wfevd\/4\/\" height=\"658\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" aria-label=\"S\u00e4ulen (gruppiert)\"><\/iframe><script type=\"text\/javascript\">!function(){\"use strict\";window.addEventListener(\"message\",(function(e){if(void 0!==e.data[\"datawrapper-height\"]){var t=document.querySelectorAll(\"iframe\");for(var a in e.data[\"datawrapper-height\"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data[\"datawrapper-height\"][a]+\"px\"}}}))}();\n<\/script><script type=\"text\/javascript\">!function(){\"use strict\";window.addEventListener(\"message\",(function(e){if(void 0!==e.data[\"datawrapper-height\"]){var t=document.querySelectorAll(\"iframe\");for(var a in e.data[\"datawrapper-height\"])for(var r=0;r<t.length;r++){if(t[r].contentWindow===e.source)t[r].style.height=e.data[\"datawrapper-height\"][a]+\"px\"}}}))}();\n<\/script><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Festverzinsliche Wertpapiere: kaum oder sogar negative Realverzinsung<\/strong><\/h3>\n<p>Die langfristigen Folgen einer Verm\u00f6gensteuer haben wir uns am Beispiel festverzinslicher Wertpapiere angeschaut \u2013 und die (fiktiven) Nettorenditen in allen drei Verm\u00f6gensteuerszenarien seit 1960 berechnet. Wir gehen davon aus, dass die Zinsertr\u00e4ge nicht nur mit der Verm\u00f6gensteuer, sondern \u2013 wie im derzeit geltenden Recht \u2013 auch mit der Abgeltungssteuer (25 % zzgl. SolZ) belastet w\u00fcrden. Es zeigt sich, dass bereits bei einer 1-prozentigen Verm\u00f6gensteuer das Endverm\u00f6gen aus einer Investition merklich geringer ausf\u00e4llt als ohne diese Steuer. Ber\u00fccksichtigt man zus\u00e4tzlich eine Inflationsrate von 2 Prozent, verbleibt oftmals nicht einmal eine positive Realverzinsung des eingesetzten Kapitals. Das Realkapital schrumpft also langfristig. Bei einem 5-prozentigen Steuersatz zum Beispiel verbleiben nur noch etwas mehr als 12 Prozent des eingesetzten Kapitals. Verk\u00fcrzt man den Anlagehorizont auf 20 Jahre, sind die Steuereffekte immer noch deutlich ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><em>Endverm\u00f6gen: keine positive Realverzinsung bei Steuers\u00e4tzen von 2 % und 5 %<\/em><\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6481\" src=\"https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/blog26_grafik8-300x198.jpg\" alt=\"\" width=\"728\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/blog26_grafik8-300x198.jpg 300w, https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/blog26_grafik8-1024x676.jpg 1024w, https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/blog26_grafik8-768x507.jpg 768w, https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/blog26_grafik8-1536x1014.jpg 1536w, https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/blog26_grafik8-2048x1351.jpg 2048w, https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/blog26_grafik8-32x21.jpg 32w\" sizes=\"auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Verm\u00f6gensteuer: eine Belastung f\u00fcr Wirtschaft und Verbraucher<\/strong><\/h3>\n<p>Eine Verm\u00f6gensteuer in Niedrigzinszeiten w\u00fcrde viele Unternehmen, Anleger und Immobilienbesitzer stark belasten. In einigen F\u00e4llen drohen sogar ein Substanzverzehr und ein teilweiser Verlust des investierten Kapitals. Ob eine Besteuerung, die oftmals nicht einmal mehr eine Realkapitalerhaltung erlaubt, der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Standort Deutschland zutr\u00e4glich ist, darf bezweifelt werden. Zumal eine Verm\u00f6gensteuer auch in Verlustperioden zu zahlen ist, und somit krisenversch\u00e4rfend wirken kann. Dar\u00fcber hinaus sind insbesondere konservative Anlageformen nicht mehr lohnenswert. Das wiederum setzt Anreize in lukrativere, aber auch riskantere Anlageformen zu investieren \u2013 und die Gefahr von Immobilien- und Aktienblasen steigt. Hinzu kommt, dass die Verm\u00f6gensteuer international kaum verbreitet ist. Sie w\u00fcrde somit zu einer Sonderbelastung inl\u00e4ndischer Investitionen f\u00fchren und dazu beitragen, dass Buch- und aber auch Realkapital zunehmend ins Ausland verlagert wird. Zudem ist es wahrscheinlich, dass zumindest ein Teil der Steuern auf die Verbraucher, Arbeitnehmer und Mieter umgelegt w\u00fcrde. Somit w\u00e4ren es letztlich nicht nur die Verm\u00f6genden, die f\u00fcr diese Steuer aufkommen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zitation des Blogs:<\/p>\n<p>Maiterth, R., Sureth-Sloane, C. (2021, August 16). Verm\u00f6gensteuer: Fluch oder Segen?, <em>TRR 266 Accounting for Transparency Blog. <\/em>https:\/\/www.accounting-for-transparency.de\/de\/blog\/vermoegensteuer-fluch-oder-segen\/<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Einf\u00fchrung einer Verm\u00f6gensteuer ist gerade jetzt vor der Bundestagswahl ein viel diskutiertes Thema. 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