GBP-Monitor: Unternehmenstrends im Juli 2026

Jahr: 2026
Typ: Report
Open Science:

EU-Entgelttransparenzrichtlinie: Unternehmen erwarten administrativen Aufwand statt Gleichstellung

Die Frist zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie ist am 7. Juni 2026 abgelaufen. Die Daten des GBP zeigen, dass der entstehende Anpassungs­druck auf häufig unstandardisierte und intransparente Gehaltsstrukturen trifft. Gleichzeitig haben sich knapp vier von fünf Unternehmen bislang kaum mit der Richtlinie beschäftigt, obwohl zentrale Transparenzpflichten unab­hän­gig von der Unternehmensgröße gelten. Infolge der Richtlinie rechnen 24,2 % der Unternehmen mit Änderungen ihrer Vergütungspraxis, überwiegend in Form einer stärkeren Gehaltsdokumentation und Standardi­sie­rung. Insgesamt 37,1 % erwarten erhöhten administrativen Aufwand. Das zentrale Ziel der Richtlinie, Gender Pay Gaps zu verringern, sehen viele Unter­neh­men da­gegen skeptisch: Nur 3,1 % erwarten eine Verringerung der Ent­gelt­unterschiede und 6,7 % wollen ihre Gehaltsstrukturen häufiger auf einen möglichen Gen­der Pay Gap überprüfen. Diese Bereitschaft kon­zen­triert sich jedoch nicht auf die­je­nigen Branchen mit besonders hohem Handlungsbedarf.

Beteiligte Institutionen

Die Hauptstandorte vom TRR 266 sind die Universität Paderborn (Sprecherhochschule), die HU Berlin und die Universität Mannheim. Alle drei Standorte sind seit vielen Jahren Zentren für Rechnungswesen- und Steuerforschung. Hinzu kommen Wissenschaftler der LMU München, der Frankfurt School of Finance and Management, der Goethe-Universität Frankfurt, der Universität zu Köln, der Leibniz Universität Hannover und der TU Darmstadt, die die gleiche Forschungsagenda verfolgen.

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