Umfrage zur Wahrnehmung der Einkommensteuerbelastung

Nachfolgend werden die zentralen Ergebnisse der „Umfrage zur Wahrnehmung der Einkommensteuerbelastung“ präsentiert, die der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Humboldt-Universität zu Berlin zusammen mit der Wundertax GmbH durchgeführt hat. Ein zentrales Ziel der Umfrage ist herauszufinden, ob die Einkommensteuerbelastung richtig wahrgenommen wird, was vor dem Hintergrund des komplexen deutschen Steuerrechts nicht selbstverständlich ist.

Die nachfolgend präsentierten Ergebnisse beruhen auf den Antworten von 517 Personen. Von den Befragten ist rund die Hälfte weiblich und die meisten verfügen über ein eigenes Einkommen. Die Befragten sind deutlich jünger als der bundesdeutsche Durchschnitt und überdurchschnittlich hoch gebildet. Auch der Anteil von Nichtmuttersprachlern ist überdurchschnittlich hoch. Die Befragten sind mehrheitlich unverheiratet und überwiegend kinderlos. Bei zwei Dritteln der Befragten liegt das monatliche Nettoeinkommen unter 2.000 €/4.000 € (alleinstehend/verheiratet). Zudem handelt es sich um eine eher technikaffine Personengruppe, die sich vorstellen kann, eine Steuererklärung online abzugeben.

Die Befragungsergebnisse zeigen, dass die geschätzten Werte oftmals deutlich von der tatsächlichen Steuerbelastung abweichen. Dies gilt sowohl für die Durchschnittssteuerbelastung, also die zu zahlende Einkommensteuer bezogen auf ein Bruttoeinkommen, als auch für die Grenzsteuerbelastung, also die Steuer, die auf ein zusätzlich erzieltes Einkommen anfällt.

Participating Institutions

TRR 266‘s main locations are Paderborn University (Coordinating University), HU Berlin, and University of Mannheim. All three locations have been centers for accounting and tax research for many years. They are joined by researchers from LMU Munich, Frankfurt School of Finance and Management, WHU – Otto Beisheim School of Management, European School of Management and Technology in Berlin and Goethe University Frankfurt who share the same research agenda.