Welche Konsequenzen haben außenwirtschaftliche Investitionskontrollen?

Jahr: 2026
Typ: Journal Publication
Fachzeitschrift: Wirtschaftsdienst

Abstract

Viele Staaten haben außenwirtschaftliche Investitionskontrollen zum Schutz geopolitischer Interessen bei grenzüberschreitenden Unternehmenstransaktionen eingeführt. Mit der zunehmenden sektoralen Ausweitung dieser Kontrollen wachsen jedoch die Bedenken vor möglichen Marktverzerrungen und politischer Instrumentalisierung. Obwohl Investitionskontrollen selten aktiv in das Marktgeschehen eingreifen, deutet der aktuelle Forschungsstand darauf hin, dass bereits ihre bloße Anwendungsmöglichkeit eine erhebliche abschreckende Wirkung entfalten kann. Unklar ist aber, inwieweit auch geopolitisch unbedenkliche Transaktionen verhindert werden. Die Marktreaktionen nach der Einführung von Investitionskontrollen deuten zumindest auf eine zunehmende Unsicherheit unter Investoren sowie wachsende Sorgen vor protektionistischen Eingriffen und eingeschränkten Marktkorrekturmechanismen hin. Gleichzeitig bleibt das Ausmaß des geoökonomischen Nutzens von Investitionskontrollen weitgehend unerforscht. Dies erschwert eine abschließende Bewertung von Investitionskontrollen.

Beteiligte Institutionen

Die Hauptstandorte vom TRR 266 sind die Universität Paderborn (Sprecherhochschule), die HU Berlin und die Universität Mannheim. Alle drei Standorte sind seit vielen Jahren Zentren für Rechnungswesen- und Steuerforschung. Hinzu kommen Wissenschaftler der LMU München, der Frankfurt School of Finance and Management, der Goethe-Universität Frankfurt, der Universität zu Köln, der Leibniz Universität Hannover und der TU Darmstadt, die die gleiche Forschungsagenda verfolgen.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner