Der effektive Wert des erbschaftsteuerlichen Freibetrags

Abstract

Dieser Beitrag widmet sich dem erbschaft- und schenkungsteuerlichen Freibetrag, der bei einer Vermögensübertragung auf die nächste Generation (pro Kind) nominal 400.000 beträgt. Da dieser Freibetrag alle zehn Jahre genutzt werden kann, hängt sein effektiver (Bar-) Wert insbesondere davon ab, wie viele Übertragungen noch möglich sind, d.h. von der Lebenserwartung des Überträgers. Auf Grundlage der vom Statistischen Bundesamt bekannt gegebenen Sterbetafeln berechnen wir den erwarteten Barwert der Freibeträge in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Kalkulationszinssatz und Wachstumsrate des zu übertragenden Vermögens. Im Folgenden wird der insbesondere für politische Reformoptionen relevante Einfluss einer Erhöhung oder Senkung der derzeit zehnjährigen Sperrfrist analysiert. Schließlich quantifizieren wir die erwarteten Steuermehrzahlungen, welche entstehen, wenn die Freibetragsregelung nicht unmittelbar in Anspruch genommen wird und somit die hiermit verbundene, fehlende Entscheidungsneutralität dieses Konzepts.

Beteiligte Institutionen

Die Hauptstandorte vom TRR 266 sind die Universität Paderborn (Sprecherhochschule), die HU Berlin und die Universität Mannheim. Alle drei Standorte sind seit vielen Jahren Zentren für Rechnungswesen- und Steuerforschung. Hinzu kommen Wissenschaftler der LMU München, der Frankfurt School of Finance and Management, der WHU – Otto Beisheim School of Management, der ESMT Berlin, der Goethe-Universität Frankfurt und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die die gleiche Forschungsagenda verfolgen.