Erbschaftsteuer: Wer jung stirbt, den bestraft der Fiskus

Forderungen nach einer Reform der Erbschaftsteuer werden derzeit wieder lauter. Die Begründung: Die Steuer führe zu zahlreichen Ungleichbehandlungen. Tatsächlich ist selbst der persönliche erbschaftsteuerliche Freibetrag, der eigentlich allen gleichermaßen zusteht, für manche Steuerpflichtigen „mehr wert“, insbesondere, wenn sie steuerlich gut beraten – und jung – sind. Die effektive Höhe dieses Freibetrags ist nämlich durch einen Blick ins Gesetz nicht festzustellen, weil sie unter anderem von der Lebenserwartung abhängt. Transparenz schaffen TRR 266 Research Fellow Johannes Lorenz sowie Markus Diller und Maximilian Kittl. Sie haben in einer neuen Studie die effektive Höhe dieses Freibetrags untersucht.

Beteiligte Institutionen

Die Hauptstandorte vom TRR 266 sind die Universität Paderborn (Sprecherhochschule), die HU Berlin und die Universität Mannheim. Alle drei Standorte sind seit vielen Jahren Zentren für Rechnungswesen- und Steuerforschung. Hinzu kommen Wissenschaftler der LMU München, der Frankfurt School of Finance and Management, der WHU – Otto Beisheim School of Management, der ESMT Berlin, der Goethe-Universität Frankfurt und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die die gleiche Forschungsagenda verfolgen.