GBP-Monitor: Unternehmenstrends im Juli 2026

Year: 2026
Type: Report
Open Science:

EU-Entgelttransparenzrichtlinie: Unternehmen erwarten administrativen Aufwand statt Gleichstellung

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie, deren Umsetzungsfrist am 7. Juni 2026 ablief, wird von Unternehmen weniger aufgrund ihrer ökonomischen Betroffenheit als entlang ideologischer Lager beurteilt: Unternehmen, die mit der weiterhin am Green Deal orientierten Wirtschaftspolitik zufrieden sind, bewerten auch die Richtlinie positiver. Wer dagegen die Wirtschaftspolitik vor allem mit Wachstumshemmnissen und Bürokratie verbindet, lehnt auch die Richtlinie ab. Das zeigen die Daten des GBP: 54 % der wirtschaftspolitisch Unzufriedenen lehnen die Richtlinie ab, gegenüber nur 16 % der Zufriedenen. Insgesamt erwarten 24 % der befragten Unternehmen Änderungen ihrer Vergütungspraxis, vor allem mehr Dokumentation und Standardisierung. 37 % rechnen mit höherem administrativem Aufwand. Am Ziel der Richtlinie, den Gender Pay Gap zu verringern, zweifeln jedoch die meisten Unternehmen: Nur 3 % erwarten geringere Entgeltunterschiede und nur 7 % wollen ihre Gehaltsstrukturen künftig häufiger überprüfen – jedoch nicht zwingend in denjenigen Branchen, die besonders hohe Gender Pay Gaps aufweisen.

Participating Institutions

TRR 266‘s main locations are Paderborn University (Coordinating University), HU Berlin, and University of Mannheim. All three locations have been centers for accounting and tax research for many years. They are joined by researchers from LMU Munich, Frankfurt School of Finance and Management, Goethe University Frankfurt, University of Cologne, Leibniz University Hannover and TU Darmstadt who share the same research agenda.

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