Abweichende steuerliche Verrechnungspreise in der Steuererklärung oder als Ergebnis einer Betriebsprüfung zwischen verschiedenen Staaten

Bei grenzüberschreitenden konzerninternen Transaktionen existiert kein Marktpreis. Um steuerlichen Ertrag und Aufwand zutreffend den beteiligten Staaten zuordnen zu können, wird deshalb eine Ersatzgröße benötigt: der sogenannte steuerliche Verrechnungspreis oder Transferpreis. Ziel dieser Umfrage ist, einen Überblick zu erhalten, wann Abweichungen entstehen (antizipieren Unternehmen das Problem und geben bereits abweichende Verrechnungspreise in der Steuererklärung an? Oder kommt die Abweichung erst als Ergebnis einer Steuerprüfung zustande?), welche Folgen die Abweichung hat (Minderbesteuerung oder Doppelbesteuerung) und wie häufig evtl. Doppelbesteuerungen durch Verständigungsverfahren verhindert werden können. Schließlich möchten wir einen Überblick darüber erhalten, welche Staaten besonders betroffen sind.

Beteiligte Institutionen

Die Hauptstandorte vom TRR 266 sind die Universität Paderborn (Sprecherhochschule), die HU Berlin und die Universität Mannheim. Alle drei Standorte sind seit vielen Jahren Zentren für Rechnungswesen- und Steuerforschung. Hinzu kommen Wissenschaftler der LMU München, der Frankfurt School of Finance and Management, der WHU – Otto Beisheim School of Management, der ESMT Berlin, der Goethe-Universität Frankfurt und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die die gleiche Forschungsagenda verfolgen.